Linux – das etwas andere Betriebssystem

Linux ist anders und völlig kostenlos. Zusätzlich bringt es eine Reihe von Zusatzprogrammen mit, die bei anderen Betriebssystemen richtig Geld kosten. Microsoft hat das Aus von Windows XP bekannt gegeben und auch der Support von Windows 7 wurde eingestellt. Jetzt wird der Ruf nach einem neuen Betriebssystem laut und immer mehr fällt dabei der Name Linux als Betriebssystem. Doch was genau verbirgt sich dahinter?

Welche Distribution ist die richtige?

Linux gibt es mit den unterschiedlichsten Distributionen und für den Neuling ist es nicht leicht, eine geeignete auf Anhieb zu finden. In diesem Artikel werden die bekanntesten vorgestellt.

Das freie Betriebssystem ist das älteste überhaupt, das kostenlos zu haben ist. Am Anfang gab es noch Schwierigkeiten mit der Erkennung der Hardware, doch in der Zwischenzeit gibt es damit kaum noch Probleme. Sicherlich hat jeder Neueinsteiger schon einmal die Worte Debian und Ubuntu gehört. Diese beiden Distributionen gehören zu den meist genutzten Linux-Systemen, die wir hier näher vorstellen wollen.

Linux Mint

Linux Mint ist eines der beliebtesten Distributionen, die auch ältere Rechner vor keine Probleme stellt. Das Betriebssystem besitzt mehrere Desktopumgebungen und liefert die Codecs für Multimediaanwendungen gleich mit. Linux Mint lässt sich einfach installieren und bedienen. Wer zunächst erst einmal einen Blick darauf werfen will, ohne sein bisheriges Betriebssystem zu löschen, kann Linux Mint auch im Live-Modus testen. Viele Standard-Programm liefert Mint gleich mit, die über das Softwarecenter heruntergeladen und installiert werden können. Darunter befindet sich auch das freie Libre-Office. Außerdem ist auch das bekannte Bildbearbeitungsprogramm GIMP gleich mit an Bord.

Ubuntu

Ubuntu stand lange Zeit auf Platz 1 der Distributionen, bis es von Mint verdrängt wurde. Dieses Betriebssystem aus der Linux-Gemeinde setzt allerdings eine Grafikkarte mit 3 D-Beschleunigung voraus. Auch hier wird die Software gleich mitgeliefert. Die Codecs für die Multimediaanwendungen müssen nachinstalliert werden. Der Unity-Desktop wird von Canonical geliefert, die ihn auch selbst entwickelt haben.

Debian

Das ist das älteste Betriebssystem, bei dem vor allen Dingen Wert auf die Stabilität gelegt wird. Auch diese Distribution bringt einige unterschiedliche Desktopumgebungen mit. Der Gnome-Desktop-2 ist auch für ältere Hardware geeignet. Die aktuellen Versionen kommen mit Gnome 3, wobei auch andere Versionen nachinstalliert werden können. Auch hier können weitere Pakete nachinstalliert werden.

Mageia

Diese Linux-Variante wird mit Gnome 3 und mit KDE ausgeliefert. Während der Installation hat der Nutzer jedoch die Gelegenheit, sich seinen Desktop aus mehreren auszuwählen. Die Multimediacodecs müssen hier nachinstalliert werden.

OpenSuse

OpenSuse ist ebenfalls eine kostenlose Variante aus der Linux-Familie. Dieses dient allerdings als Vorlage für die SUSE Linux GmbH, die für geschäftliche Zwecke auch ein kommerzielles Suse anbietet. Standardmäßig kommt der KDE-Desktop zum Einsatz. Während der Installation kann aber auch Gnome installiert werden. Diese Linux-Distribution verlangt vom Anwender ein wenig Grundkenntnisse im Betriebssystem Linus. Neulinge dürften sich deshalb mit OpenSuse ein wenig schwer tun.

Fedora

Diese Distribution ist der Nachfolger von Red Hat. Für Anfänger ist sie eher ungeeignet, weil sie zu kompliziert ist. Auch hier kommt die Gnome 3 Umgebung zum Einsatz. Andere Desktopumgebungen können jedoch nachinstalliert werden.

Fazit

Für Linux-Anfänger eignet sich hervorragend Linux Mint, das mit unterschiedlichen Desktop-Varianten installiert werden kann. Besonders hervorzuheben ist, dass dieses Betriebssystem die Codecs gleich mitbringt, während sie bei den anderen Distributionen nachinstalliert werden müssen. Ein weiterer Vorteil ist, dass dieses System auch alten Rechnern wieder Leben einhaucht. Mit dem mitgelieferten Softwarepaket ist es ein vollwertiger Ersatz zu Windows XP.